Schwarzbueb 2018

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Jahr- und Heimatbuch für das Schwarzbubenland und Laufental

«Wunder und Spukgeschichten»

«Dr Schwarzbueb» hat das Zeug, um sich zur beliebtesten Kaminlektüre zu mausern. Wunder, Gruselgeschichten und ein witziger Chronist verheissen kurzweilige Stunden.

Er ist jünger geworden. Eindeutig. Das neue Jahr- und Heimatbuch «Dr Schwarzbueb» kommt nicht nur im frischen Gewand daher. Nein, auch beim Inhalt macht sich ein frischer Wind bemerkbar. Neu blickt der «Schwarzbueb» gleich selbst auf das vergangene Jahr zurück. «Für mich war klar, dass eine Chronik einfach dazugehört», erklärt alt Regierungsrat Klaus Fischer, der zusammen mit dem Autor Thomas Brunnschweiler neu die Redaktion leitet. Der Jahresrückblick erzählt unterhaltsam aus allen Bereichen des Lebens im Schwarzbubenland. Richtig, richtig lustig sind dabei die Kommentare in Versform, die manche Nachrichten abschliessen.

Ulla Fringeli – «Mutter des ‹Schwarzbueb›»

Vorgestellt wurde der neue «Schwarzbueb» anlässlich einer öffentlichen Vernissage am Montagabend in Mariastein vor 50 Interessierten. Verlagsleiter Thomas Kramer verabschiedete dabei Ulla Fringeli, welche die Redaktion des Heimatbuches 25 Jahre lang geleitet hatte. Dabei sei Fringeli nicht nur den Spuren ihres Schwiegervaters und «Schwarzbueb»-Gründers Albin Fringeli gefolgt, sondern habe selber grosse Fussstapfen hinterlassen. Flugs ernannte Kramer die Kalenderfrau Fringeli charmant zur «Mutter des ‹Schwarzbueb›». Fringeli fiel der Abschied aus der Redaktionsleitung schwer, doch nach ihrem 80. Geburtstag sei ihr klar gewesen, dass sie die Redaktion nicht weitere 25 Jahre werde leiten können. Ganz ausgeschieden ist sie nicht. Sie wird weiterhin im Beirat tätig sein und mithelfen, das Thema des nächsten Heimatbuches zu entwickeln.

Das diesjährige Schwerpunktthema des Jahr- und Heimatbuches ist «Wunder, Geheimnisse, Spukgeschichten», hervorragend illustriert mit Collagen des Kleinlützler Fotokünstlers Martin Staub. Wie wohl wenige ist Staub immer unterwegs: sowohl im städtischen Bereich als auch zu Fuss oder mit dem Fahrrad in der Natur des Schwarzbubenlandes. Diese Vertrautheit und doch auch der Abstand machen solche eindrücklichen Bilder möglich.

«Dr Schwarzbueb» zieht die Leserinnen und Leser gleich mit drei Gruselgeschichten in den Bann. Da lohnt es sich, die Lektüre auf den Abend zu verschieben, den Schwedenofen anzufeuern und dabei an einem geistigen Getränk zu nippen. Der Nunninger Markus Gasser erzählt in eindringender, allumfassender Kaminfeuer-Manier von einer wahren, unheimlichen Tragödie, die sich in den 30er-Jahren in Beinwil zugetragen hat. Und das im astreinen, gepflegten Nunninger Dialekt. Darauf kann man sich verlassen, denn Gasser (bekannt aus der Radiosendung «Schnabelweid») ist renommierter Dialektforscher.

Von Wundern berichtet Abt Peter von Sury. Kurz und kurzweilig kann man nachlesen, wie das eigentlich genau war mit den zwei Fallwundern von Mariastein. Und ungemein spannend: Man kann sich selber Gedanken über heutige Wunder machen. Für einmal kann man auch einen tiefen Gwunder stillen. Man erfährt endlich zwei Geschichten, die hinter den vielen Gelübdetafeln in Mariastein stecken. Sehr lesenswert ist auch die schaurig-schöne Erzählung «Kartoffelblüte» der Rodersdorfer Autorin Petra Hofmann.

Hier gibts den «Schwarzbueb»

«Dr Schwarzbueb» wird ab sofort mittels Türverkauf zum Preis von 16 Franken vertrieben. Nächste Woche ist das beliebte Jahr- und Heimatbuch auch an den diversen Verkaufsstellen (Kiosk, Buchläden usw.) der Region erhältlich. Der «Schwarzbueb» kann auch über kontakt@schwarzbueb.ch bestellt werden (zusätzlich 3 Franken Versandgebühr).

Text von Gini Minonzio

Bildlegende:

Tiefgründige Unterhaltung (v. l.): David Schönhaus, Klaus Fischer, Ulla Fringeli, Thomas Brunnschweiler, Franziska Maria von Arb und Thomas Kramer bescherten dem Vernissage-Publikum einen kurzweiligen Abend. Foto: Gini Minonzio