Warum heisst es Schwarzbueb?

Warum die Schwarzbuben Schwarzbuben heissen

Der Begriff 'Schwarzbubenland' basiert auf Legenden und mehreren Deutungsversuchen:

Version A 
'Bub' bedeutete früher auch erwachsener Jugendlicher. Zur Zeit der Landvögte fühlte sich die Bevölkerung diesseits des Passwangs ausgenutzt und nicht genug geschützt. Junge Leute wehrten sich dagegen und verschafften mit progressivem Treiben den Forderungen nachhaltig Gehör bei der Obrigkeit. Sie zogen mit geschwärzten Zwilchkleidern und Gesichtern, um unerkannt zu bleiben, nach Solothurn. Auf ihren Streifzügen plünderten sie Felder und Fruchtbäume und waren auch deshalb gefürchtete Gesellen - die 'Schwarzbuben'. 

Version B
Wegen der nahen Grenze zu Frankreich war das Schmuggeln in der Region sehr einträglich und beliebt, viele Bewohner lebten sogar davon. Schmuggeln bedeutete damals 'schwärzen' (schwarz über die Grenze). Als geeignete Schmuggler galten vor allem junge Männer oder 'Buben', was eine Erklärung für die 'Schwarzbuben' ergibt.

Version C
Ein beliebtes Produkt im Schwarzbubenland ist gebranntes Kirschwasser, der Kirsch. Walter Studer, ein Schriftsteller aus dem Schwarzbubenland, liefert seine eigene Definition: Schwarzbuben sind Leute aus der Gegend, die schwarzen Kaffee mit schwarz (illegal) gebranntem Schnaps trinken.

Version D
Die Heimat der Kirschen liegt am Schwarzen Meer. Ein Jahrhundert vor Christus brachte der römische Feldherr und Feinschmecker Lucullus die Kirschen vom Schwarzen Meer nach Westeuropa. Die Römer nannten sie 'cerasus', daraus wurde im Althochdeutsch 'kirsa', später 'kirse'. Das Schwarzbubenland ist auch Kirschenland bekannt. Die 'Buben' wurden wegen der schwarzen Kirschen vom schwarzen Meer als 'Schwarzbuben' bezeichnet.

Version E
Geschichtsforscher stellen fest, dass in den abgelegenen Gemeinden des Schwarzbubenlandes viele Leute mit schwarzen Haaren anzutreffen sind und erblicken in den 'Schwarzbuben' Nachfahren der einstmals kelto-romanischen Bevölkerung.