Saison 2017/2018

HAMLET_1920

Koproduktion Sprachhaus M und neuestheater.ch.

Spiel: Stavros Billios (Güldenstern), Mireilla Linder (Marcellus, Reinhard, Voltimond), Maria Marggraf (Ophelia), Leo Marggraf (Horatio), Chiara Müller (Rosenkranz), Noëmi Niederberger (Königin), Susanne Roca (Puppenspiel), Tobias Schaller (Hamlet, Laertes), Linda Stefan (Matrose, Bernardo), Alissa Ueberwasser (König), Denis Wagner (Hamlet, Laertes) und Andrzej Wojnicz (Polonius).

Regie, Ausstattung: Sandra Löwe.
Gesang: Chiara Selva.
Licht, Technik: Cornelius Hunziker.
Technik-Mitarbeit: Helen Hauser. 
Text: Übersetzung von August Wilhelm Schlegel und selbstgeschriebene Texte.
Musik: Gregorianik, Henry Purcell und Moderne.

Teaser

Presse
Wochenblatt, 19. April 2018 – Ausgelotete Seelenabgründe
Basellandschaftliche Zeitung, 16. April 2018 –  Junges Theater in altem Gewand
Wochenblatt, 5. April 2018 –  «Die Welt ist aus den Fugen»

Weitere Medien
Fotos finden sich hier.

Premiere: 12. April 2018, 7 Folgevorstellungen.


«Hamlet» von William Shakespeare ist eines der ausserordenlichsten Theaterstücke der Weltliteratur. «To be or not to be» bleibt die ultimative Frage.

Der junge Prinz Hamlet erfährt vom Geist seines toten Vaters, dass dieser von dessen eigenem Bruder, dem jetzigen König von Dänemark, kaltblütig im Schlaf ermordet wurde. Hamlet schwört Rache. Vorgetäuschter Wahnsinn, Intrige, innbrünstige Gefühle und tiefe Fragen an das Leben, an Liebe und Tod folgen. 
Alle Pläne enden in einer Tragödie.

Auf leerer Bühne spielt ein Ensemble aus drei Generationen – Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Schauspieler und eine Puppenspielerin. Die Aktualität und die Leidenschaft des Stoffes werden herausgearbeitet, aber auch die Feinheit und Zerbrechlichkeit der Fragen. Existentielles Spiel, Sprech- und Gesangschöre stehen bei der Inszenierung im Zentrum.

Was wir wollen? Flammendes Theater. Stürmisches Theater. Eindringliches Theater


Mit freundlicher Unterstützung von: Sulger Stiftung, Stiftung Edith Maryon, Wilhelm und Ida Hertner-Strasser Stiftung, Dotationsverein Baselland, Gemeinnützige Gesellschaft Schwarzbubenland, Gamil Stiftung, Gemeinde Arlesheim.

POESIE_1920

Es lesen von 14.30 bis 17.50 Uhr:Christiane Moreno, Thomas Brunnschweiler, Heidy Dürst, Gertrud Stiehle, die Primarschulklasse 6b Sissach, Gertraud Wiggli, Cornelia Böhler, Barbara Traber, Ursula Pecinska und Barbara Groher.
Von 18.00 bis 20.30 Uhr:Susanne Mathies, Beatrice Portmann, Aernschd Born, Brigitta Klaas Meilier, Nimet Sahin, Brigitte Tobler, Susanna Siroka, Anni Agarval und Gerold Ehrsam.
Leitung: Johanna Gerber.

Auftritt: 21. März 2018.


Zum dritten Mal führen wir diesen besonderen Anlass durch: auch im Zeitalter der neuen Informationstechniken hat die Dichtkunst einen wichtigen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben.
Der UNESCO Welt Poesietag ist keine "gewöhnliche" Lesung. Es geht darum, ein Zeichen in die Welt zu schicken mit dem gemeinsamen Ziel des Friedens.
Es geht ums Mitmachen, ums gemeinsame Bestreben für die Weltgemeinschaft etwas zu tun. Dort wo die Waffen sprechen, denkt niemand an Poesie. Eine Teilnahme von allen, denen dieses ein Anliegen ist, kreiert Solidarität mit jenen, die der kriegerischen Willkür ausgesetzt sind. Deshalb hat die UNESCO diesen Tag ausgerufen.

luther_1920

Ein Gemeinschaftsprojekt des Reformierten Birsecker Verbandes und der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Arlesheim, Aesch-Pfeffingen und Dornach-Gempen-Hochwald.

Sprecher: Sebastian Mattmüller, Stefan Saborowski.
Moderation: Katja Reichenstein.
Dramaturgie: Eva Tschui-Henžlová.
Regie, Produktion: Niggi Ullrich.

Auftritt: 6. und 7. März 2018.


Collage nach dem dramatischen Theaterstück «Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung» von Dieter Forte (1970).

Mundus vult decipi! Die Welt will betrogen sein!

Das politische Explosionspotenzial von LEKTION LUTHER ist wie gemacht für unsere Gegenwart, geht es doch bei der Reformation nicht nur um Religion, sondern auch um die Mechanismen der Macht, Chancen und Risiken des technologischen Fortschritts, Bankenkrisen, Staatsbankrotte und um die jede Solidarität ausschliessenden, zerstörerischen Auswirkungen des wirtschaftlichen Ungleichgewichts zwischen Arm und Reich.

Es geht um Menschen in persönlicher Not sowie im Netz der Macht. Es geht um wechselnde Allianzen und die Verflechtungen von Kirchengeschichte, Politik und Wirtschaftsgeschichte, Krieg und Frieden zur Zeit der Reformation.

In vielfältigen Szenen und attraktiven Diskursen stellt LEKTION LUTHER Lebensstationen Luthers denen der Entscheidungsträger der Epoche (Kaiser, Papst, Kurfürsten) gegenüber, die seine Lehre für ihre wirtschaftlichen und machtpolitischen Ziele missbrauchten. Drahtzieher im Hintergrund war Jakob Fugger, in dessen Bankgeschäfte alle Akteure des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation eher mehr als weniger verstrickt waren.

heilig_1920

Schweizer Erstaufführung. Produktion neuestheater.ch in Zusammenarbeit mit TOBS

Mit: Emanuela von Frankenberg, Marcus Signer.
Inszenierung: Georg Darvas.
Ausstattung: Valentin Köhler.
Rechte:Thomas Sessler Verlag Schweiz AG.

Presse
Basler Zeitung, 5. März 2018 –  Die Vermessenheit der Welt
Basellandschaftliche Zeitung, 5. März 2018 –  Bombenstimmung klingt anders
BirsMagazin, März 2018 –  Prominente Besetzung
Schweizer Illustrierte, März 2018 –  Basel und Bern geben sich aufs Dach
SRF Glanz&Gloria, 2. März 2018 –  Marcus Signer: Der «Wilder-Polizist» im Theater
Wochenblatt, 1. März 2018 –  Wortgefechte um Gut und Böse
Basellandschaftliche Zeiung, 1. März 2018 –  «Vielleicht erhole ich mich nie mehr»
Radio SRF3, 22. Januar 2018 –  Marcus Signer, Schauspieler: «Zuhören ist das Wichtigste»

Art-TV, März 2018 - Heilig Abend

Premiere: 1. März 2018, 13 Folgevorstellungen.


«Wir können nachsehen, wo Ihr Telefon war, in jedem Moment, seit Sie es gekauft haben. Vorher hatten Sie ein anderes Telefon, und wo das war, können wir auch nachsehen. Warum gehen Sie Weihnachten zu den Eltern? Sie sind doch immer von dort weggelaufen! Immer weg von dem schönen Haus, immer so weit wie möglich. Ich glaube auch nicht, dass Sie den Hund mögen.»

Heilig Abend 22.30 Uhr. Ein Kommissar und eine Philosophie-Professorin treffen aufeinander. Ein Terroranschlag ist anscheinend für Mitternacht geplant. Ist es wirklich so? Die Zeit rennt unerbittlich und aus dem Verhör wird das Aufeinanderprallen zweier Weltanschauungen, ein Streitgespräch über das Gewaltmonopol des Staates und den Widerstand. Dabei schälen sich ganz langsam die tiefen persönlichen Verletzungen von Thomas und Judith heraus.

kronenhaufen_1920

Eine Theater Lilith Produktion in Koproduktion mit dem Südpol Luzern und dem Burgbachkeller Zug.

Spiel: Walter Sigi Arnold, Pascale Pfeuti.
Clowneske Akrobatik: Cyrill Michel, Noah Egli.
Musik: Madeleine Bischof, Thomas K.J. Mejer.
Musikalische Komposition: Madeleine Bischof.
Video, Lichtdesign: Karl Egli.
Bühne: Heini Gut.
Kostüme: Barbara Medici
Text und Inszenierung: Elvira H. Plüss.
Regieassistenz: Doris Bieri, Elsbeth Saurer.
Produktionsleitung: Annette von Goumoëns
Musik: KONTRA-Trio.

Presse
ProgrammZeitung, Feburar 2018 –  Bühnen und Lebensgeschichten
Radio SRF1, Regionaljournal Zentralschweiz –  «Kronenhaufen» - ein Theaterstück über Isolation und Ausgrenzung, 23. Januar 2018 

Weitere Medien

Auftritt: 4. Februar 2018, eine Volgevorstellung.


“Darüber sollte dringend ein Buch geschrieben werden!” sagte meine Familie. Nun schrieb ich aber nicht ein Buch sondern ein musikalisches, tragisch-komisches Erzählstück über unsere Vorfahren, die Verdingkinder waren. Ich schrieb über die Ausgrenzung von Menschen und die möglichen Folgen. – Elvira H. Plüss – Autorin

«Kronenhaufen» erzählt die Geschichte eines Jungen, der brutale Isolation erlebt und tiefe Verlorenheit, der die physischen und psychischen Misshandlungen, die ihm angetan werden, weitergibt an die Nachkommen.
In der Schweiz lebt heute eine vermutlich fünfstellige Zahl ehemaliger Verdingkinder. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden tausende Kinder wie Vieh auf Verdingmärkten versteigert. Die Kinder lebten vorwiegend auf Höfen und in Betrieben, wo sie wie Leibeigene gehalten und in jeder nur möglichen Beziehung gnadenlos ausgebeutet wurden. Dieses tausendfache Leid, das nicht mit dem Verdingkind stirbt und sich zäh in den Folgegenerationen einnistet, ist das eine Thema, dem sich das Stück annimmt.

Was in «Kronenhaufen» besonders interessiert und auf der Bühne künstlerisch umgesetzt wird, ist die Thematik der Ausgrenzung an und für sich. Denn Armut und Chancenlosigkeit im Angesicht von Wohlstand werden ebenfalls als Ausgrenzung erlebt. Und die Folge von Ausgrenzung ist Gewalt. Das beweisen die Erläuterungen aus dem Werk “Schmerzgrenze” des Neurowissenschaftlers Dr. Prof. Joachim Bauer, die mit in das Spielgeschehen einfliessen. Wenn Ausgrenzung von ganzen Völkerschaften erlebt wird, birgt ein Gewaltpotential in sich, das einen Krieg auslösen kann.
«Kronenhaufen» erzählt die Geschichte eines Verdingkindes und will dabei aber nicht stehen bleiben. Es will, resultierend aus dieser Geschichte und hart am Thema Ausgrenzung bleibend, auf grössere, globale Zusammenhänge hinweisen.

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Matterhorn Produktionen in Koproduktion mit neuestheater.ch

Spiel: Dagmar Schwarz.
Live-Musik: Horst Hausleitner.
Regie: Hagnot Elischka.

Presse

Der Falter, 45/16 – Eine jüdische Dichterin zwischen zwei Stühlen
Illustrierte Neue Welt – belausch & beobachtet

Auftritt: 30 Januar 2018, eine Folgevorstellung.


Die Flucht der großen Dichterin Else Lasker-Schüler vor den Nazis durch die halbe Welt bis nach Jerusalem.
Kraft und Ohnmacht der Poesie in einer von Terror erschütterten Welt.

Karl Kraus: „Nicht oft genug kann diese taubstumme Zeit durch einen Hinweis auf Else Lasker Schüler gereizt werden, die stärkste und unwegsamste lyrische Erscheinung im deutschsprachigen Raum.“

Else Lasker-Schüler: „Ich bin so allein. Wäre ich wenigstens einsam, dann könnt ich davon dichten.“

Alleine musste Else Lasker-Schüler fliehen, Hals über Kopf Berlin verlassen, ohne Alles, nachdem sie 1933 von den Nazis zusammengeschlagen worden war. Zuerst nach Zürich, dann nach Jerusalem und wieder zurück nach Zürich, hin und her. Bis ihr der deutsche Pass abgenommen wurde. Nun konnte sie nicht mehr reisen. Sie war staatenlos, musste bleiben, wo sie war. In einem Jerusalem, das ganz anders war, als sie es sich erträumt hatte. Und wieder einmal fand sie in ihrer Kreativität ein befreiendes Zuhause. Von dort konnte sie niemand vertreiben. Ihre Gedichte sind heutig, sie sprechen zu uns.

Savyon Liebrecht: “Als ich über Else schrieb, dachte ich an eine Freundin meiner Eltern, alt und einsam und sehr arm, vollkommen fremd in ihrer neuen Umgebung. Und für Else muss es noch viel elender gewesen sein, da sie in Jerusalem ihre Sprache und ihr ursprüngliches Publikum verloren hatte.“

«Weltfucht» führt uns in das Jerusalem des Jahres 1944.

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Gastspiel der Diamond Opera International Production.

Solisten: Laura Ansaldi, Sopran; Byoung Jin Lee, Sopran; Alessandra Floresta, Sopran; Valeria Mela, Mezzosopran; Giorgio Casciarri, Tenor; Valentino Salvini, Bariton.
Orchestra «Testori» unter der Leitung von Maestro Paolo Marchese.
L.A. Chorus unter der Leitung von Luisa Corsini.

Medien

Laura Ansaldi - La Traviata's Brindisi

Nabucco, Parte Prima, Coro

Auftritt: 26. Januar 2018.


Arien, Duette, Trios und Chorwerke aus den bekanntesten Opern von Guiseppe Verdi werden an dieser grossen Verdi-Gala konzertant aufgeführt.

Programm

Aus Nabucco: Gli arredi festivi, Va pensiero.
Aus Macbet: Vieni, t'affreta.
Aus Rigoletto: Giovanna, hho dei rimorsi, Si vendetta, Bella figlia dell'amore.
Aus Il Trovatore: Di geloso amor sprezzato, Coro dei gitani, Stride la vampa, Miserere, Di quella pira..
Aus La Traviata: Brindisi, Parigi o cara..
Aus La forza del destino: La vergine degli angeli.
Aus Otello: Ave Maria.
Aus Aida: Duett: Fu la sorte dell’armi, Arie: Cieli azzurri, Marcia trionfale.

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Matterhorn Produktionen in Koproduktion mit neuestheater.ch

Mit: Jonas Gygax, Robert Baranowski.
Regie: Ursina Greuel.
Oeil exterieur: Sibylle Burkart.
Licht: Jens Seiler.

Presse

ProgrammZeitung, Januar 2018 –  Vom Scheitern singen
Radio SRF2 Kultur – «Schildkrötensoldat» von Melinda Nadj Abonji

Premiere: 11. Januar 2018, vier Vorstellungen.


Zoltán, ein Stotterer bricht immer wieder zusammen unter dem Druck seines Lehrmeisters, den Erwartungen seiner Familie und dem Drill in der Kaserne. Jedesmal rappelt er sich wieder auf und sucht Trost und Kraft in der Sprache. Er, der eigentlich selber der Sprache nicht mächtig ist, liebt Wörter und sucht deren Poesie. Sein einziger Freund ist der übergewichtige Mitrekrut Jenő, der bei einer Militärübung ums Leben kommt.
Der Text erzählt von Einsamkeit und Empfindsamkeit. Er erzählt davon, wie diejenigen, die nicht ins System passen, als schwach wahrgenommen werden und wie sie so zu Schwachen gemacht werden. Er erzählt aber auch von der Kraft der Schwachen, die man lernen kann, wahrzunehmen.
Melinda Nadj Abonjis Texte wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schweizerischen und dem deutschen Buchpreis 2010.

Melinda Nadj Abonji, Autorin
Geboren am 22. Juni 1968 in Becsej, Vojvodina. Studium der Germanistik und Geschichte in Zürich (Lic. Phil. I). Seit 1998 Zusammenarbeit mit dem Raplyriker und Sänger Jurczok 1001 (Textperformance, Musik, Theater). Seit 2009 Zusammenarbeit mit dem Multiinstrumentalisten Balts Nill. 2004 erschien im Ammann Verlag ihr vielbeachteter erster Roman „Im Schaufenster im Frühling".
Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Deutschen und den Schweizer Buchpreis 2010 für ihr Buch "Tauben fliegen auf". In der STÜCKBOX wird ihr Theaterstück "Soldat Kertész!" aufgeführt.


Die STÜCKBOX zeigt viermal im Jahr aktuelle Theaterstücke. Kurze Probenzeit, minimale Ausstattung und die Konzentration auf das Wesentliche sind die Markenzeichen dieser Aufführungen. Nicht die grosse Bühnenshow ist das Ziel, sondern der sprachliche und spielerische Umgang mit dem Text; nicht das Perfekte, sondern der kontinuierliche Austausch zwischen Schreibenden, Spielenden und dem Publikum. Im Anschluss an die Aufführungen finden jeweils Gespräche über das Gesehene statt.

Die STÜCKBOX besteht aus der Regisseurin Ursina Greuel, den künstlerischen MitarbeiterInnen Jonas Darvas und Sibylle Burkart, dem Lichtdesigner Jens Seiler und den SchauspielerInnen Rula Badeen, Robert Baranowski, Franziska von Fischer, Newa Grawit, Jonas Gygax, Krishan Krone, Agnes Lampkin, Monika Varga, Michael Wolf.

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Auftritt: 7. Januar 2018.


Eine Produktion des Fördervereins für Steinklang-Musik in Kooperation mit neuestheater.ch

FronTTon, in seiner jetzigen, rein elektroakustischen Form, besteht aus drei Musikern die zusammenkommen, um dem musikalischen Phänomen eine persönliche Wendung zu geben: Yosvany Quintero, Saxophon und Klarinette; Pelayo F. Arrizabalaga, Turntables und Dominik Dolega, Muitipercussion.

Sie tauchen in den Reichtum und die Komplexität des modernen Jazz und die Neue Musik ein, auf der Suche nach neuen Wege dazwischen.

FronTTon gibt dem metrischen und rhythmischen Aspekt Gewicht, befestigt den Puls und flirtet mit dem Groove während seiner Abenteuer durch imaginäre Klanglandschaften.

Von tribalen und repetitiven musikalischen Strukturen bis zu den kompliziertesten und dichtesten Klangwelten. Der Kern des Verfahrens ist die Improvisation und das musikalische Ergebnis seine Konsequenz. Formen und Konkretisierungen bleiben auf einer noch abstrakteren Ebene.

FronTTon schlägt seinen eigenen Sound vor, frei von stilistischen Klischees und voller neuer Emotionen.

Ensemble Improcontra (Musikschule Basel): Anna Geser, Zora Weidkuhn, Rieke Volkenandt, Linus Neulinger, Noemi Müller, Lars Schüep, Kaya Zytynska.
Leitung: Sylwia Zytynska, Egidius Streiff.

KlangKids

Im Education-Projekt «KlangKids» umrahmen Schülerinnen und Schüler aus Musikschulen der Region (Leitung: Dominik Dolega) jeweils die Konzerte mit themenbezogenen Klang-Improvisationen und Kompositionen. Sie nehmen die Zuhörer im Foyer musikalisch in Empfang und führen sie mit ihren Klängen in den Saal.

Musikschule bei der Frenketäler (Klasse Yosvany Quintero): Mäel Schoch: Saxophon, Nicolas Kazis: Klarinette, Livia Senn: Saxophon, Yaron Guldimann: Klarinette, Yanis Thomann: Saxophon.
Klasse Musikschule Aesch-Pfeffingen (Klasse Dominik Dolega): James Leadbeater, Leonard Marjanovic, Michel Roth: Schlagzeug.

Künstlerische Leitung: Dominik Dolega

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Auftritt: 13. Dezember 2017.


Albert M. Debrunner stellt im «bebilderten» Gespräch mit Martina Kuoni seine neu erschienene Biographie über Hermann Kesten vor: «Zuhause im 20. Jahrhundert» Hermann Kesten.

Hermann Kesten (1900-1996) ist eine Jahrhundertgestalt. Kindheit und Jugend verbrachte er in Nürnberg, 1927 ging er als Cheflektor zum Verlag Kiepenheuer nach Berlin, 1933 ins Exil nach Paris. 1940 gelang ihm die Flucht aus dem französischen Exil in die USA. Dort rettete er bis zum Kriegsende, zusammen mit Thomas Mann, vom Nazi-Regime verfolgte Schriftsteller. Nach dem Krieg trug er wesentlich zu den Debatten der jungen Bundesrepublik bei.
Hermann Kesten verfasste zahlreiche Romane und Erzählungen, als Essayist machte er sich vor allem nach 1945 einen Namen. Unvergessen sind seine Portraits zahlreicher berühmter Kollegen, die unter dem Titel «Meine Freunde die Poeten» mehrfach aufgelegt wurden. Kestens Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, neben Thomas Mann und Lion Feuchtwanger gehört er zu dem meist gelesenen deutschen Schriftstellern in den USA.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Kesten in einem jüdischen Altersheim in Riehen bei Basel, wo Albert M. Debrunner ihn noch persönlich kennenlernen konnte. Nach über 25 Jahren hat er sich entschlossen, sein Wissen über den Autor der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Zahlreiche Veröffentlichungen über Hermann Kesten sind bereits erschienen, aber bislang fehlte eine zusammenhängende Darstellung seines Lebens. Diese Lücke hat Debrunner nun mit der vorliegenden Biographie geschlossen. Sie liest sich spannend wie ein Roman. 

Albert M. Debrunner, geboren 1964, ist Gymnasiallehrer. Er studierte Englisch, Deutsch und Philosophie und promovierte mit einer Arbeit über den Schweizer Aufklärer Johann Jakob Bodmer. Von 2006 bis 2014 war er Präsident der Allgemeinen Lesegesellschaft Basel. Seit 2010 ist er Stiftungsrat der dortigen Hebelstiftung. Er publizierte verschiedene Bücher, unter anderem «Freunde, es war eine elende Zeit! René Schickele in der Schweiz 1915-1919» (2004), «Literaturführer Thurgau» (2008), «Literarische Spaziergänge durch Basel» (2011), sowie zahlreiche Artikel zu literaturhistorischen Themen. In den neunziger Jahren ist er Hermann Kesten noch persönlich begegnet. Albert M. Debrunner lebt in Basel.

Martina Kuoni gründete 2004 Literaturspur. Aufgewachsen in Chur, studierte sie in Genf, Göttingen und Basel Germanistik und Romanistik. Sie unterrichtete an Gymnasien und arbeitete viele Jahre in der Verlagsbranche in Publikums- und Fachverlagen sowie bei einer Luzerner Agentur für Verlags-PR. Seit 2010 ist sie freischaffend als Veranstalterin, Moderatorin und Literaturvermittlerin tätig. Sie liest, läuft und schreibt.

Weitere Informationen unter literaturspur.ch

pelati_1920

Das neue Programm der Pelati Delicati in Koproduktion mit neuestheater.ch.

Mit: Andrea Bettini, Basso Salerno, Christian Vetsch.

Presse
ProgrammZeitung, Dezember 2017 – Ton, Text, Tanz

Weitere Medien
La Gazzetta dei Pelati

Premiere: 16. Dezember 2017, Derniere 28. Januar 2018, sechs Vorstellungen.


Adriano Celentano hat unsere Jugend, unser Leben geprägt: «Andrea, du bisch doch Italiener, sing mal öppis» - «Was?» - «Logo: Azzurro!»
Und Bassos Herz zittert heute noch, beim Erklingen der Lieder, die seine Pubertät geprägt haben.

Am 6. Januar 2018 wird «il Molleggiato» 80! Jahre alt und zu diesem Anlass kreieren die Pelati Delicati einen Abend ganz im Geiste Celentanos.

Adriano, zu Beginn seiner Karriere «The Pelvis», später «un cretino di talento» wie er liebevoll böse genannt wurde, «ein talentierter Trottel», ist weit mehr als der italienische Superstar mit Welthit «Azzurro». Er hat mit seinen Fernseh-, Radio- und Liveauftritten, mit seinen Liedern und Filmen immer wieder zu kontroversen Diskussionen in der italienischen Gesellschaft geführt und zeitweise die gesamte öffentliche Meinung Italiens beschäftigt.
Wurde es ihm in der Weltpolitik zu idiotisch, setzte er eigene Akzente: So rief er bei seiner TV-Show «Fantastico»: «Ihr stellt alle eure Flimmerkiste ab. Jetzt!» Und siehe da: 8 Mio. Italiener stellten sofort ab, ein Wunder, eine Offenbarung: Italien ohne TV!

Adriano ist seit seinen Anfängen ein unglaublich populärer Antikonformist, eine Art ital. Helge Schneider. Als junger Schauspieler bringt er in Fellinis «Dolce Vita» den eisigen Vulkan Anita Ekberg zum Tanzen. Der italienische Jerry Lewis eroberte mit viel Humor, Sexappeal und Nonsense die Herzen seiner Zuschauer. Kein italienischer Künstler weckt wohl so stark die Sehnsucht nach Italianità, Mare und Gelato der 60, 70 und 80er Jahre wie er. Aber auch über diese Zeit hinaus ist es Adriano gelungen, präsent zu bleiben, wohl auch durch sein religiöses und ökologisches Engagement. 1973 erhält er den nationalen ökologischen Preis, «Cele»: ein Grüner der ersten Stunde?

Seine Platten wurden millionenfach verkauft und gecovert, seine Filme auf der ganzen Welt geschaut und noch heute steht er mit seinem neuen Album «le migliori» mit Mina an der Spitze der italienischen Hitparade.

Seit acht Jahren erfreuen die Pelati Delicati alias Andrea Bettini und Basso Salerno unter der Regie von Christian Vetsch eine stetig wachsende Fangemeinde und laden nun zum ultimativen Celentano-Happening ein: Mit unserem dritten Pelato Christian Vetsch mit auf der Bühne haben wir beschlossen, gemeinsam mit euch, eine grosse «festa sui prati», für diesen aussergewöhnlichen Künstler zu feiern: «una serata voller «Cele», mit Canzoni, Musica, Storie, Tanz und Anarchia, ganz im Geiste Adrianos.

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Eine Produktion des Fördervereins für Steinklang-Musik in Kooperation mit neuestheater.ch

Mit: Matthias Brodbeck und Felix Perret.
Auf den Instrumenten: Steinklanginstrumente (Lithophone, Orgalitho, unbearbeitete Steine), Metallskulptur, Cymbals, Gongs und Percussion.

Auftritt: 10. Dezember 2017.


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Eine Cainero-Krone Produktion.

Übersetzung & Spiel: Krishan Krone.
Komposition & Musik: Danilo Boggini.
Regie: Ferruccio Cainero.
Dramaturgische Beratung: Paola Casella.

Presse
P.S. Zeitung, 12. Oktober 2017 – Eintauchen

Weitere Medien

Auftritt: 22. November 2017.


Zum 150. Geburtsjahr von Luigi Pirandello, dem italienischen Dramatiker und Nobelpreisträger.

Der Erzähler und Regisseur Ferruccio Cainero, der Schauspieler Krishan Krone und der Jazz-Akkordeonist Danilo Boggini nehmen das Jubiläumsjahr Pirandellos zum Anlass, diesem Vorreiter des modernen europäischen Dramas ein musikalisches Theaterprojekt zu widmen.
«Himmel aus Papier» ist eine Art vergnüglicher Abstieg in die Unterwelt: der Protagonist Luigi, ein fiktiver Pirandello ist im Begriff mit seiner Frau Antonietta den Müll in den Hinterhof zu bringen. Um den roten Faden dieser humoristischen ‚Höllenfahrt’ knüpfen sich die Ereignisse aus dem Leben und dem Werk des sizilianischen Schriftstellers. Alle zwei Schritte bieten die unscheinbarsten Dinge Anlass zu philosophischen Exkursen und existenzialistischen Hinterfragungen, denn ‚nichts ist so wie es scheint’.

Figuren aus den Werken des Autors tauchen auf und wieder ab, frappante Erkenntnisse über das Wesen des Humors werden gewonnen, aber es werden auch sehr persönliche Geschichten über die Begegnungen des Autors Cainero und seines Übersetzers Krone mit dem Leben und Werk Pirandellos erzählt. Dabei wird auch der schwer nachvollziehbare Entscheid des Autors, in einem verqueren Akt des Protestes der faschistischen Partei beizutreten kritisch thematisiert.
Es entsteht eine explosive Mischung aus Reflektion und Handlung, aus Humor und Drama, aus Realität und Fiktion.

Die Erzählung wird von zu fetzigen Songs verarbeiteten Gedichten Pirandellos akzentuiert. Die von Danilo Boggini für die Produktion eigens komponierte Musik kommentiert, ergänzt, trägt und kontrapunktiert die Erzählung Krishan Krones und lässt sie abheben in einen «Himmel aus Papier».

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Koproduktion how to make friends mit neuestheater.ch

Presse
Basellandschaftliche Zeitung, 16.11.2017 – Starke Hauptdarstellerin, zahme Inszenierung
SRF 2 Kultur kompakt, 14.11.2017, ab 14.30

Wochenblatt, 1.11.2017 – Verliebt, verlassen, verloren

Mit: Maya Boog, Solenn' Lavanant Linke.
Schauspiel: Alice Lutz (junge Frau), Rita Bieri (Dame).
Musikalische Leitung, Piano: Bernd Schäfer.
Regie: Solenn' Lavanant Linke.
Regie-Mitarbeit: Jonas Darvas.
Regie-Assistenz: Laure Emilie Aebi.
Bühne und Ausstattung: Valentin Köhler.
Licht und Technik: Lukas Schäfer, Jonas Schaller.
Libretto: Jean Cocteau.
Aufführungsrechte: ©Ed. Ricordi S.A.

Premiere: 14. November 2017, Derniere 9. Dezember 2017, acht Vorstellungen.


Eine Frau hat Abschied genommen und merkt, dass sie an einem Punkt zwischen den Zeiten gelandet ist. Gespiegelt in sich selbst, schaut diese Frau ohne Namen auf ihr Leben. Auf der Strasse hat sie eine alte Frau gesehen – und eine Junge. Alles, was noch kommen kann und was hätte sein können, werden vereint. Eine Frau, die täglich mit den Möglichkeiten des heutigen Lebens konfrontiert ist, in Schonungslosigkeit, aber auch mit grosser Zuneigung.

Die Oper für eine Stimme «La voix humaine» von Francis Poulenc erlebte ihre Uraufführung 1959 in Paris. Dem erfolgreichen französischen Komponisten, befreundet mit dem Schriftsteller Jean Cocteau, gelingt es, dessen Monodrama «Die menschliche Stimme» kongenial umzusetzen: in eine Musik zu verwandeln, die es schafft, Hoffnung, Angst, Trauer, Verzweiflung, Erinnerung, all die Emotionen einer Frau zu gestalten, die das Ende einer Liebe nicht akzeptieren kann und will. Es geht um eine letzte «Begegnung» mit ihrem Liebhaber: eine indirekte Begegnung, ein Telefon als vermeintlicher Rettungsanker. Aber nichts kann den Tod dieser Liebe aufhalten.

Solenn’ Lavanant Linkes Inszenierung verwandelt diese Mono-Oper, diese Geschichte einer Trennung, in ein theatrales Tryptichon der Generationen und öffnet so den Abend für Themen wie Einsamkeit, Vergänglichkeit, Abhängigkeit.


How to make friends und neuestheater.ch danken folgenden Institutionen und Stiftungen für die Unterstützung:

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Überraschungsgast im Rahmen von CULTURESCAPES Griechenland in Kooperation mit FOMOSO.

Mit Jakob Kohn (Präsident Griechenlandhilfe Schweiz), Constantina Haefliger (Kulturverein Griechenland), Katharina Kramer (foraus/ FOMOSO) und Philipp Hadorn (Nationalrat SP/SO).

Auftritt: 8. November 2017.


Griechenland wird aktuell überladen mit Problemen: Flüchtlinge, Rückzahlungen, etc. Die Sehnsucht nach einer «Normalisierung » scheint somit fast als letzte Möglichkeit in der griechischen Gesellschaft zu bestehen. Europa steht in der Pflicht und Griechenland ruft nach Unterstützung (z. B. um eben eine «Normalisierung» einzuleiten). Die Fragen kommen dann auf: Warum scheint Europa (die EU) Griechenland nicht richtig unter die Arme zu greifen? Wie weit ist Griechenland selbst in der Pflicht? Kann Europa mehr tun oder muss es sogar mehr tun in der Flüchtlingsfrage? Welche Perspektive hat Griechenland in der EU?

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Eine Rimini Protokoll Produktion im Rahmen von CULTURESCAPES Griechenland - Kooperation mit neuestheater.ch.

MitProdromos Tsinikoris, Pavlos Laoutaris, Marianna Dragasaki, Georgios Emmanouilidis, Jonida Kapetani, N.N.
Video, Licht, Bühne: Tobias Klette.
Fotos: Lorenza Daverio.

Mit Auszügen aus der Videodokumentation von Athina Tsagari / HAOS Film.
Basierend auf Prometheus in Athen, Athen Festival 2010, Odeon Herodes Atticus, 15. Juli 2010.

Auftritt: 25. Oktober 2017.


Im Mai 2010 waren die Bedingungen für EU- und IWF-Hilfen akzeptiert, Generalstreiks und Proteste dominierten die Strassen Athens. Mitten in dieser entscheidenden Phase der griechischen Krise haben Helgard Haug und Daniel Wetzel von Rimini Protokoll ein Ensemble aus 103 Athenern zusammengestellt, welches ziemlich genau den statistischen Durchschnitt der Athener Bevölkerung abbildet – inklusive Alterspyramide und Sozialgefälle plus einem geschätzten Mittelwert von drei Prozent illegaler Migranten.

An einem einzigen Abend im rund 4000 Zuschauer fassenden Amphitheater Herodion gaben sie mit ihren Antworten die Stimmung des Landes wieder – zwischen Verunsicherung, Stolz und Solidarität: Es geht abwärts, aber nicht ohne Zusammenhalt. «Aus der Statistik werden Gesichter, es entsteht eine hoch ausdifferenzierte Topographie der Stadt, ein Mosaik aus Gruppen und Einzelschicksalen, mit all ihren Widersprüchen und Gemeinplätzen.» (nachtkritik.de)

Die Autorenfilmerin Athina Tsagari dokumentierte diesen Abend. Mit dem entstandenen Film entwickelten Helgard Haug und Daniel Wetzel ein Lecture-Performance-Format, bei dem einige der beteiligten Athener (in wechselnder Besetzung) live «aus der Leinwand heraustreten», dem Theaterfilm ihre persönlichen Beiträge wieder entreissen und und aus heutiger Perspektive neu hinterfragen.

«Kann man aus dröger Statistik Theater machen? Man kann. Wenn man's kann. Rimini Protokoll hat es vor nicht ganz zwei Jahren in Athen vorgemacht und das eindrückliche Kondensat des griechischen Experiments Prometheus in Athen (...) gezeigt.»
taz. die tageszeitung, 12.03.2012

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Vernissage des 3. Kriminalromans von Author Christof Gasser.

Presse
Das Wochenblatt, 26.10.2017 – Kriminelles Schwarzbubenland
Basellandschaftliche Zeitung, 17.10.2017 – Die Blutspur führt zur Ruine Gilgenberg
Das Wochenblatt, 11.10.2017 – Schwarzbubenland im Fokus

Weitere Medien
Fotos finden sich hier.

Auftritt: 17. Oktober 2017.


Lesung mit Hanspeter Müller-Drossaart.

Cora Johannis auf der gefährlichen Suche nach einer verschollenen Liebe:
Widerstrebend übernimmt Cora Johannis einen Auftrag des ehemaligen Solothurner Regierungsrates Daniel vom Staal, der sie bittet, seine seit zwölf Jahren verschollene Frau zu finden. Eine erste Spur führt sie in das Dorf Gilgenberg im solothurnischen Schwarzbubenland, wo sie von den Bewohner abweisend empfangen wird. Kurz darauf wird eine junge Frau tot in der Burgruine Gilgenberg aufgefunden. Als kurz danach weitere Leichen auftauchen und Cora knapp einem Anschlag entgeht, besteht kein Zweifel, dass sie Verbrechern auf der Spur ist, die vor nichts zurückschrecken ...

Christof Gasser, geboren 1960 in Zuchwil bei Solothurn, studierte Betriebswirtschaft und war jahrelang in leitender Position für die Uhrenindustrie tätig, unter anderem während mehr als zehn Jahren in Südostasien. Seit 2012 ist er selbständig und arbeitet nebenamtlich als Dozent an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz. Im Jahr 2016 hat er seinen ersten Kriminalroman "Solothurn trägt schwarz" veröffentlicht und sich damit einen Lebenstraum verwirklicht. Weitere Romane mit Handlungsschwerpunkt in und um seinen Heimatkanton Solothurn sind geplant. Christof Gasser lebt mit seiner Frau in der Nähe von Solothurn, Schweiz.

Der Krimi ist ab dem 12. Oktober 2017 in Buchhandel und online erhältlich.

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Abschlussaufführung der szenisch/musikalischen Projekwoche zu Mozarts Oper «Le Nozze di Figaro» der Hochschule für Musik FHNW Basel.

Musikalische Leitung:Nadia Carboni und Paul Suits.
Szenische Leitung:
Regina Heer.
Choreografie/Körperarbeit: Norbert Steinwarz.
Kostüme: Aude Freyburger, Christoph Engel.

Studierenden der Gesangsklassen Isolde Siebert und Marcel Boone:
Il Conte Almaviva:
Yannick Debus, Christoph Engel, Tiziano Martini.
La Contessa Almaviva: Lara Bevilaqua, Maria Puades Seguì.
Susanna: Anna Campmany, Luzie Franke, Aude Freyburger, Stefanie Knorr, Camila Meneses.
Figaro: Christoph Engel, Tiziano Martini, Tiziano Seewer.
Cherubino: Parvati Maeder, Alexandra Meier.
Marcellina: Lara Bevilaqua, Parvati Maeder, Alexandra Meier.
Bartolo: Tiziano Martini.
Basilio: Maxence Douez.
Don Curzio: Maxence Douez.
Barbarina: Luzie Franke.
Antonio: Tiziano Seewer.

Premiere: 14. Oktober 2017.


Contessa, perdono!
In himmlisch vertonter Bitte um Vergebung beendet Mozart diesen tollen Tag, respektive seine vieraktige Oper. Der Bitte wird statt gegeben, alle sind zufrieden – für wie lange wohl? Das Einfordern von Rechten, das Ringen um Vergangenes, die Sehnsucht, Grenzen zu sprengen und der Leidenschaft freien Lauf zu lassen, ist Kern dieser Oper.

Die Arie als Darstellung der inneren Befindlichkeit tritt in dieser Projektversion in den Hintergrund; der Fokus liegt bei den wunderbaren Gesang-Ensembles. Rollen werden getauscht und erprobt, die jungen SängerdarstellerInnen im Multitasking gefordert und gefördert.

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Eigenproduktion neuestheater.ch

Presse
Basler Zeitung, 28.9.2017 – Auf der Nachtseite der Kunst

Weitere Medien
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Mit: Vincent Leittersdorf.
Inszenierung: Georg Darvas.

Premiere: 26. September 2017, Derniere 21. Januar 2018, 13 Vorstellungen.


Wer weiss schon, was ein Orchesterdiener alles zu tun hat! Ganz klar, er ist nicht der Kopf des Städtischen Symphonieorchesters, aber zumindest notwendiges, ja unverzichtbares Rückgrat! Schramm, so heisst der Kandidat, bewirbt sich beim Generalmusikdirektor für die frei gewordene Stelle. Urfer, der Vorgänger, hat sich in den Tod verabschiedet. Und Schramm fühlt sich mehr als kompetent, die Position auszufüllen, ihr neuen Glanz zu geben, es nicht beim Notenständertransport zu belassen.

Hermann Burger, einer der wichtigsten Schriftsteller der Schweiz, entwirft ein virtuoses «Bewerbungsschreiben», leuchtet Macht- und Abhängigkeitsstrukturen aus, mal mit grimmig satirischer Energie, mal mit geradezu zärtlicher Beschreibungswut, immer mit der Sehnsucht von Schramm, «die Schattenleitung des Ensembles zu übernehmen». Ein funkelndes Sprachstück für den Schauspieler Vincent Leittersdorf.

Für Hermann Burger (1942 – 1989) war Schreiben in erster Linie eine «Existenzform» und nicht nur eine «Tätigkeit», so führt er es in dem letzten, entsprechend betitelten Kapitel seiner Poetikvorlesung «Schreiben als Existenzform» an. Sein früher Förderer, der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, schrieb in einem Nachruf: «Hermann Burger war ein Artist, der immer aufs Ganze ging, der sich nicht geschont hat. Er war ein Mensch mit einer grossen Sehnsucht nach dem Glück. Die deutsche Literatur hat einen ihrer originellsten Sprachkünstler verloren.» Hermann Burgers Interesse galt den Aussenseitern der Gesellschaft, die er als Einzelgänger würdigt. Dieses Schicksal teilte Burger mit seinen Figuren.

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Matterhorn Produktionen in Koproduktion mit neuestheater.ch

Presse
Basler Zeitung, 14.9.2017 – Und ewig lebt das Mammut

Weitere Medien
Fotos finden sich  hier.

Mit: Rula Badeen, Franziska von Fischer, Robert Baranowski, Michael Wolf, Regie: Ursina Greuel.
Oeil exterieur: Sibylle Burkart.
Licht: Jens Seiler.
Ausstattung: Cornelia Peter.

Premiere: 12. September 2017, 3 Folgevorstellungen.


Ermordete, erfrorene, noch lebende und unsterbliche Ozeanografen, dänische Spioninnen, Gletschernymphen und Ex-Panzerfahrer unterhalten sich mit einem aufgetauten und erstaunlich entspannten Mammut über persönliche Probleme, Bodenschätze am Nordpol und den Klimawandel.
Jens Nielsen ist ein Meister darin, vertraute Alltagssituationen ins Absurde kippen zu lassen. Zwischen Verwirrung, Schmunzeln, Rührung und Schalk begegnen wir seinen Figuren, die bei aller Skurrilität stets menschlich bleiben.

Jens Nielsen erhielt für seine gesammelten Radiokolumnen «Flusspferd im Frauenbad» (edition spoken script, Der gesunde Menschenverstand Luzern) den schweizerischen Literaturpreis 2017.


Die STÜCKBOX zeigt viermal im Jahr aktuelle Theaterstücke. Kurze Probenzeit, minimale Ausstattung und die Konzentration auf das Wesentliche sind die Markenzeichen dieser Aufführungen. Nicht die grosse Bühnenshow ist das Ziel, sondern der sprachliche und spielerische Umgang mit dem Text; nicht das Perfekte, sondern der kontinuierliche Austausch zwischen Schreibenden, Spielenden und dem Publikum. Im Anschluss an die Aufführungen finden jeweils Gespräche über das Gesehene statt.

Die STÜCKBOX besteht aus der Regisseurin Ursina Greuel, den künstlerischen MitarbeiterInnen Jonas Darvas und Sibylle Burkart, dem Lichtdesigner Jens Seiler und den SchauspielerInnen Rula Badeen, Robert Baranowski, Franziska von Fischer, Newa Grawit, Jonas Gygax, Krishan Krone, Agnes Lampkin, Monika Varga, Michael Wolf.

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Eine Produktion von Loop Tanz in Kooperation mit neuestheater.ch.
Drei Uraufführungen.

Presse
Basler Zeitung, 11.9.2017 – Von Freundschaft und anderen Beziehungen
Der Neue Merker, 10.9.2017 – Drei Choreographen, drei Stücke, ein Thema

Weitere Medien
Fotos finden sich hier

Premiere: 9. September 2017, vier Folgevorstellungen.


«Rumours of Dust»

Tanz: Florent Mollet, Raquel Rey und Diego Benito (Tänzer des Ballett Theater Basel).
Choreografie: Debora Maiques Marin 
(Tänzerin des Ballett Theater Basel).
Dramaturgie: Oliver Sterry.
Musik-Arrangement: Cristof Stürchler.
Bühnenbild & Licht: Stefan Erny.
Kostüme: Jessica Kube.

Es ist die Geschichte einer Beziehung, die durch Missverständnisse und Gerüchte auf eine harte Probe gestellt wird. Gekonnt wird die Unsicherheit behandelt, die durch unsere Wahrnehmung anderer als Teil unserer persönlichen Imagination entsteht. Die Verschmelzung von Tanz und Theater bietet die ideale Erzählweise, da so eine alltägliche Atmosphäre entsteht und dem Publikum die Identifizierung mit den Protagonisten erleichtert.

«Brother from another Mother»

Tanz: Paula Alonso, Claudio Costantino.
Choreografie und Dramaturgie: Javier Rodríguez Cobos (Tänzer des Ballett Theater Basel).
Licht: Stefan Erny.
Kostüme: Jessica Kube.

In Zeiten der sozialen Medien, wo Freundschaften mit eingängigen Zitaten zelebriert werden, sind diese anderen Dynamiken unterworfen als früher. Besonders in schwierigen Zeiten flüchten sich viele in die elektronische Welt, statt sich mit der Krise eines Freundes auseinanderzusetzen und für ihn da zu sein. Diese Entwicklung wird hier auf der tänzerischen Ebene analysiert und interpretiert, einfühlsam und doch voller Humor wird so die Wirklichkeit einer engen Freundschaft in der heutigen Zeit widergespiegelt.

«Tulpa – if yes how many?»

Choreografie & Tanz: Sol Bilbao Lucuix.
Konzept: Fabrizio di Salvo, Sol Bilbao Lucuix.
Objekt: Tabea Rothfuchs.

Tulpa ist in seiner Form eine variable Struktur die durch Luft befühlt werden kann. Dies gibt uns die Basis für einen Auseinandersetzung mit dem Material selbst. Die Beeinflussung des Objektes durch die Tänzerin sind zentraler Leitgedanke der Inszenierung. Damit verbunden ist die stetig wachsende Interaktion zwischen den beiden, was dem Objekt im Verlauf des Stückes zu einer Art Leben verhelfen soll. Dabei könnte man auf beiden Seiten von einem Gedächtnis des Körpers reden und die Fähigkeit des Wahrnehmen, Speichern und Wiedergeben.

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Gastauftritt Musica Fiorita.

Don Cristobolo, Impresario: Pietro Naviglio, Bass.
Don Perizonio, Librettist: Giuseppe Naviglio, Bass.
Fiordispina, prima buffa: Sara Bino, Sopran.
Merlina, prima donna giocosa: Cristina Grifone, Sopran.
Doralba, prima donna seria: Maria Silecchio, Sopran.
Gelindo, Komponist: Rosario Totaro.
Strabinio, amante di Doralba: Carlo Sgura.


Ensemble MUSICA FIORITA:
Barockoboe: Priska Comploi, Katharina Andres.
Violine in alter Mensur: Katharina Heutjer, German Echeverri.
Viola: Lola Fernandez.
Violoncello: Jonathan Pesek.
Fagott: Hiram Santos.
Horn: Olivier Picon, Tomohiro Sugimura.
Violone: Marco Lo Cicero.
Theorbe: Juan Sebastian Lima.
Barockgitarre: Rafael Bonavita.
Psalterio: Margit Übellacker.
Cembalo & Leitung: Daniela Dolci.

Regie:Stefano Albarello.
Stilist: Daniel Tuzzato.
Beleuchtung: Raphael Zehnder.

Premiere: 2. September 2017, Folgevorstellung: 3. September 2017.


In einem Theater in der Nähe von Neapel wird eine neue Opernproduktion vorbereitet. Die drei Primadonnen Fiordispina, Merlina und Doralba verlangen vom Librettisten und vom Komponisten Rollen und Arien, die jede von ihnen glänzen lassen, und fordern auch dem frustrierten Impresario Don Cristobolo einiges ab. Wird er es schaffen, alle zufrieden zustellen und die Oper aufzuführen?

Der Opernbetrieb und insbesondere die Figur des profitgierigen Impresario sind in vielen satirischen Bühnenwerken des späten 18. Jahrhunderts beliebte Themen. Auch die komische farsa per musica (musikalische Farce/Posse) «L’impresario in angustie» ironisiert die Eitelkeit der Primadonnen, die Ignoranz der Librettisten und die Unehrlichkeit der Impresarios. Charakteristisch für die Gattung der farsa sind der freche Humor und die derbe Dialektsprache, die so manche Figur als einfaches Gemüt entlarvt.

Uraufgeführt wurde das Stück des neapolitanischen Komponisten Domenico Cimarosa (1749–1801) im Jahr 1786 im Teatro Nuovo in Neapel. Bis zur Jahrhundertwende wurde es von Lissabon bis Kopenhagen in ganz Europa gespielt.