«Literatur im Foyer» «Weltflucht – Else Lasker Schüler» von Savyon Liebrecht


30. & 31. Januar 2018


Spiel: Dagmar Schwarz.
Live-Musik: Horst Hausleitner.
Regie: Hagnot Elischka.

Die Flucht der großen Dichterin Else Lasker-Schüler vor den Nazis durch die halbe Welt bis nach Jerusalem.
Kraft und Ohnmacht der Poesie in einer von Terror erschütterten Welt.

Karl Kraus: „Nicht oft genug kann diese taubstumme Zeit durch einen Hinweis auf Else Lasker Schüler gereizt werden, die stärkste und unwegsamste lyrische Erscheinung im deutschsprachigen Raum.“

Else Lasker-Schüler: „Ich bin so allein. Wäre ich wenigstens einsam, dann könnt ich davon dichten.“

Alleine musste Else Lasker-Schüler fliehen, Hals über Kopf Berlin verlassen, ohne Alles, nachdem sie 1933 von den Nazis zusammengeschlagen worden war. Zuerst nach Zürich, dann nach Jerusalem und wieder zurück nach Zürich, hin und her. Bis ihr der deutsche Pass abgenommen wurde. Nun konnte sie nicht mehr reisen. Sie war staatenlos, musste bleiben, wo sie war. In einem Jerusalem, das ganz anders war, als sie es sich erträumt hatte. Und wieder einmal fand sie in ihrer Kreativität ein befreiendes Zuhause. Von dort konnte sie niemand vertreiben. Ihre Gedichte sind heutig, sie sprechen zu uns.

Savyon Liebrecht: “Als ich über Else schrieb, dachte ich an eine Freundin meiner Eltern, alt und einsam und sehr arm, vollkommen fremd in ihrer neuen Umgebung. Und für Else muss es noch viel elender gewesen sein, da sie in Jerusalem ihre Sprache und ihr ursprüngliches Publikum verloren hatte.“

«Weltfucht» führt uns in das Jerusalem des Jahres 1944.


Presse:
Der Falter, 45/16 – Eine jüdische Dichterin zwischen zwei Stühlen
Illustrierte Neue Welt – belausch & beobachtet