«Kronenhaufen» Ein musikalisches Erzählstück von Elvira Plüss Hunkeler

am Sonntag, 04. Februar 2018 um 18.00 Uhr

Ort: Saal

Eine Theater Lilith Produktion in Koproduktion mit dem Südpol Luzern und dem Burgbachkeller Zug.

Weitere Spieldaten: Sonntag 04.02.2018, 18.00 UhrFreitag 09.02.2018, 19.30 Uhr

Spiel: Walter Sigi Arnold, Pascale Pfeuti.
Clowneske Akrobatik: Cyrill Michel, Noah Egli.
Musik: Madeleine Bischof, Thomas K.J. Mejer.
Musikalische Komposition: Madeleine Bischof.
Video, Lichtdesign: Karl Egli.
Bühne: Heini Gut.
Kostüme: Barbara Medici
Text und Inszenierung: Elvira H. Plüss.
Regieassistenz: Doris Bieri, Elsbeth Saurer.
Produktionsleitung: Annette von Goumoëns
Musik: KONTRA-Trio.


“Darüber sollte dringend ein Buch geschrieben werden!” sagte meine Familie. Nun schrieb ich aber nicht ein Buch sondern ein musikalisches, tragisch-komisches Erzählstück über unsere Vorfahren, die Verdingkinder waren. Ich schrieb über die Ausgrenzung von Menschen und die möglichen Folgen. – Elvira H. Plüss – Autorin
«Kronenhaufen» erzählt die Geschichte eines Jungen, der brutale Isolation erlebt und tiefe Verlorenheit, der die physischen und psychischen Misshandlungen, die ihm angetan werden, weitergibt an die Nachkommen.
In der Schweiz lebt heute eine vermutlich fünfstellige Zahl ehemaliger Verdingkinder. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden tausende Kinder wie Vieh auf Verdingmärkten versteigert. Die Kinder lebten vorwiegend auf Höfen und in Betrieben, wo sie wie Leibeigene gehalten und in jeder nur möglichen Beziehung gnadenlos ausgebeutet wurden. Dieses tausendfache Leid, das nicht mit dem Verdingkind stirbt und sich zäh in den Folgegenerationen einnistet, ist das eine Thema, dem sich das Stück annimmt.
Was in «Kronenhaufen» besonders interessiert und auf der Bühne künstlerisch umgesetzt wird, ist die Thematik der Ausgrenzung an und für sich. Denn Armut und Chancenlosigkeit im Angesicht von Wohlstand werden ebenfalls als Ausgrenzung erlebt. Und die Folge von Ausgrenzung ist Gewalt. Das beweisen die Erläuterungen aus dem Werk “Schmerzgrenze” des Neurowissenschaftlers Dr. Prof. Joachim Bauer, die mit in das Spielgeschehen einfliessen. Wenn Ausgrenzung von ganzen Völkerschaften erlebt wird, birgt ein Gewaltpotential in sich, das einen Krieg auslösen kann.
«Kronenhaufen» erzählt die Geschichte eines Verdingkindes und will dabei aber nicht stehen bleiben. Es will, resultierend aus dieser Geschichte und hart am Thema Ausgrenzung bleibend, auf grössere, globale Zusammenhänge hinweisen.
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Datum

04.02.2018 18.00 bis 19.30

Preise

Bereich Kategorie Preis in CHF
A Regulärer Preis 38.-
A Studenten, Lehrlinge und IV 25.-
A Theaterschaffende und Schüler 15.-

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