Der Korridor N18 zwischen Basel und Delémont steht unter Druck: Obwohl er zentrale Wirtschafts- und Lebensräume verbindet, ist die Region Laufental–Thierstein–Delémont unzureichend erschlossen. Zudem priorisiert das ETH-Gutachten «Verkehr’45» die vom ASTRA empfohlenen Verkehrsprojekte neu – und sorgt damit für Verunsicherung. Am 4. Mobilitätsforum des Komitee N18 in Laufen machten 180 Teilnehmende deutlich: Die Region braucht rasch spürbare Entlastung – und nimmt mit zwei Schreiben von Wirtschaft und Politik an Bundesrat Rösti neuen Anlauf. Am Podium nahm auch Christian Imark, Nationalrat und Standortförderer Schwarzbubenland teil
«Die Region war auf einem guten Weg», so Martin Dätwyler, Vorsitzender Komitee N18Basel-Jura. Doch das Nein zur Autobahnabstimmung und die Mehrkosten im Bahnausbau haben die Verkehrspolitik der gesamten Schweiz ausgebremst – und damit auch die Weiterentwicklung der Region. «Die Menschen und die Unternehmen der Region brauchen rasch wirksame Entlastung. Um den grossen Handlungsbedarf zu unterstreichen und endlich die Ortszentren spürbar zu entlasten sowie die Verkehrssicherheit zu erhöhen, nehmen wir mit zwei Schreiben an Bundesrat Rösti neuen Anlauf – eines aus Sicht der regionalen Wirtschaft, eines von nationalen Parlamentarierinnen und Parlamentariern.»
Darin fordert die Region:
• Den Realisierungskredit für den Muggenbergtunnel in der Botschaft 2027 sprechen.
• Die Projektierungsarbeiten für die Zentrumsentlastung Laufen sowie für die
Umfahrung Laufen–Zwingen unverzüglich finanzieren.
• Die offenen Fragen bei der Umfahrung Delémont rasch klären und die Projektierung
starten.
• Die Lücken im Fuss- und Veloverkehr konsequent schliessen.
Halbstundentakt und Buskonzept bringen erste Verbesserungen
Neben Entlastungs-Projekten entlang der Nationalstrasse N18, die als wichtige Verkehrsachse den Grossraum Basel mit dem Arc lémanique verbindet und Regionen wie das Laufental und Delémont ans Hochleistungsstrassennetz anschliesst, sind auch Verbesserungen im ÖV und im Langsamverkehr entscheidend. Erste Schritte sind gemacht: Seit Dezember 2025 sorgen der neue Halbstundentakt Basel–Biel und ein angepasstes Buskonzept für Verbesserungen. Eine erste Bilanz am Forum zeigt: Das Angebot wird gut genutzt und bringt erste Entlastung.
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