Büsserach – Der Event «Richtig entscheiden – Wohlstand sichern», organisiert vom Forum Schwarzbubenland, war ein voller Erfolg. Zwei Stunden lang setzte sich die hochkarätig besetzte Gästerunde in Inputreferaten und einem Podiumsgespräch mit den Herausforderungen auseinander, vor denen Gemeinden in Sachen Wirtschaftsförderung stehen.
Im voll besetzten Publikumssaal der Firma Aqua Solar AG in Büsserach führte die regionale Standortförderung unter der Schirmherrschaft des Forums Schwarzbubenland eine Veranstaltung mit Inputreferaten und einem Podiumsgespräch durch. Präsident Dieter Künzli begrüsste die hochkarätige Gästeschar und leitete die Diskussionen mit einer kurzen Standortanalyse zur Region Schwarzbubenland ein. Anschliessend betonte Nationalrat und Standortförderer Christian Imark die drei Hauptfaktoren, die für die Neuansiedlung von Unternehmen zentral seien: die Verfügbarkeit von Arealen, die Geschwindigkeit bei der Realisierung sowie der wichtigste Faktor bei der Entscheidungsfindung – persönliche Beziehungen.
Man könne und müsse die Vorteile des Standorts Kanton Solothurn durchaus selbstbewusster verkaufen, sagte etwa Regierungsrätin Sibylle Jeker. Die Möglichkeit und Notwendigkeit, in der Raumplanung über die Gemeindegrenzen hinauszuarbeiten, unterstrich Thomas Kübler, Leiter Standortförderung Baselland. Kantonsrätin Janine Eggs führte dazu gleich mehrere Beispiele ins Feld. Dass eine solche Zusammenarbeit auch in Breitenbach und Büsserach hinsichtlich der Erschliessung Neumatt praktiziert wird, betonten ebenfalls mehrere Votanten, darunter der Gemeindepräsident von Büsserach Rainer Kübler.
Neben raumplanerischen Grundsätzen nannte Thomas Kübler ausserdem einen ganzen Strauss von Möglichkeiten, welche die Gemeinden als Wirtschaftsförderungsinstrumente einsetzen könnten. Dazu zählten ein One-Stop-Shop, um die Kunden (Firmen) in allen möglichen Bereichen abzuholen, eine sinnvolle Flächenerschliessung und generell die Verfügbarkeit von Flächen, eine gute Infrastruktur, inkl. sinnvolle Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten und letztlich attraktive Anschlussgebühren und Gemeindesteuern. Der Geschäftsführer der Aqua Solar AG, Yves Burgener, erzählte die Erfolgsgeschichte der Firma und schilderte die Herausforderungen, die beim Wachstum und im Zusammenhang mit der Erschliessung der Areale bestanden. Diese deckten sich weitgehend mit den Erkenntnissen des Abends.
Zu guter Letzt wurde unterstrichen, dass erfolgreiche Wirtschaftsförderung weder auf Bundesebene beginnt noch bei den Gemeinden aufhört. Es liege im Interesse aller, dass die verschiedenen politischen Ebenen, die Verwaltungen und letztlich auch die Bevölkerung zusammenarbeiten, um möglichst gute Bedingungen für Wirtschaft und Gewerbe zu erreichen. Konkretisiert wurde dies in Form einer Forderung an Bundesbern: „Um die Attraktivität der Region spürbar aufzuwerten, würde eine rasche Realisierung des Muggenbergtunnels wesentlich helfen“, sagte Christian Imark. Geleitet wurde das Podium vom Stadionspeaker des FC Basel, Michael Köhn. Persönliche Kontakte pflegen und das Netzwerk stärken, wurde schliesslich auch in Büsserach praktiziert, in Form eines herzhaften Apéro riche, ausgerichtet vom Restaurant Brüggli.